Mittwoch, 31. März 2010

Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner

Missbrauch in der Kirche 23 Mär 2010 - 10:36 Nr. 9114
Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner


Karlheinz Deschner / Foto © Evelin Frerk
Missbrauch in der Kirche

BERLIN. (gbs/hpd) Anlässlich des kirchlichen Missbrauchsskandals führte die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) ein Gespräch mit Karlheinz Deschner. Offensichtlich waren dessen Antworten jedoch zu pointiert, weshalb dpa plötzlich von der zugesagten Verbreitung des Interviews abrückte. Der Humanistische Pressedienst (hpd) dokumentiert nachfolgend, was deutschen Zeitungslesern vorenthalten wurde.


Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner

Sonntag, 17. Januar 2010

Kirchensteuer schützt Arbeitsplätze

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Auch evangelische Pastoren sind kinderlieb

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Keine Subentionen für Prozessionen

Keine Subventionen
für Prozessionen

13 französischen Steuerzahlern wurde es schließlich zu bunt: Sie klagten gegen staatliche Zuschüsse für die katholischen Reliquienprozessionen in der Region Limousin. Und sie bekamen recht! Das Gericht entschied, dass die staatliche Subventionierung katholischer Reliquienprozessionen gegen die Trennung von Staat und Kirche verstoße. Der Einwand, es handle sich nur um die Bewahrung eines kulturellen Erbes, wurde vom Gericht nicht akzeptiert. Die Zurschaustellung der Reliquien katholischer Heiliger sei eine religiöse Angelegenheit der Kirche.

Was den Franzosen recht ist, könnte auch den Deutschen billig sein. Schließlich bestimmt auch deren Verfassung wörtlich: "Es besteht keine Staatskirche." Dennoch gibt sich der Staat dafür her, die Steuern der Amtskirchen einzutreiben und aus seinem eigenen Steuertopf der Kirchenbürokratie jährlich Zuwendungen in Milliardenhöhe zu machen.

Immer mehr Steuerzahlern stößt dies übel auf. Vor allem in Zeiten, in denen der Staat so katastrophal überschuldet ist wie heute. Die Politiker streiten, wo sie das Geld zur Sanierung des Staatshaushaltes und zur Ankurbelung der Wirtschaft hernehmen sollen. Doch keiner wagt es, die voluminöse Subventionierung der Kirchen anzutasten. Rund 8 Milliarden erhalten sie jährlich an direkten Staatszuwendungen und weitere Milliarden durch staatliche Einnahmeverzichte.

Bei diesen Beträgen geht es nicht um die Förderung von Sozialeinrichtungen, sondern um theologische Fakultäten, Religionsunterricht, Militärseelsorge, die Gehälter von Bischöfen und Prälaten, um Kirchentage und Bauzuschüsse. Auch so mancher Reliquienschrein, um zum französischen Ärgernis zurückzukehren, wird vom deutschen Steuerzahler restauriert. Der Normalbürger kann mit der katholischen Reliquienverehrung kaum etwas anfangen. Solch magischer Umgang mit den Knochen längst Verstorbener ist auch nicht christlich, sondern wurde aus heidnischen Vorzeiten von den alten Ägyptern übernommen. Die konnten sich solche Staatsheiligtümer noch leisten. Wir sollten besser unseren Staatshaushalt sanieren.


Quelle: © 2009 Universelles Leben e.V. • E-Mail: info@universelles-leben.org